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Seit dem 4. August 2026 ist ein Faktencheck zur Debatte um die Abschaffung der einjährigen Haltefrist nach § 23 EStG öffentlich zitierbar. Er prüft vierzehn wiederkehrende Tatsachenbehauptungen gegen die jeweils einschlägigen Primärquellen: Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesfinanzhofs und des niederländischen Hoge Raad, amtliche Bundestagsdrucksachen, Berichte des Bayerischen Obersten Rechnungshofs, parlamentarische Materialien der Republik Österreich, Erhebungsdaten der Europäischen Zentralbank und die amtlichen Verlautbarungen des Bundesministeriums der Finanzen.

Der Bericht trifft beide Seiten der Debatte. Er weist nach, dass die als Beleg für kriminelle Bitcoin-Nutzung angeführten Daten den ganz überwiegenden Teil des betroffenen Volumens Stablecoins zuordnen und nicht Bitcoin, und dass eine amtliche Aufkommensschätzung mit offengelegter Herleitung nicht existiert. Er entkräftet aber ausdrücklich nicht das stärkste Argument für die Reform: die Gleichbehandlung realisierter Gewinne unabhängig davon, woraus sie stammen.

Autor ist Peter Rochel, Mitverantwortlicher dieser Initiative. Der Interessenkonflikt ist im Bericht offengelegt, und sämtliche Aussagen sind an öffentlich zugängliche, im Quellenverzeichnis nachgewiesene Quellen gebunden.

43 Seiten, 44 Quellen, Lizenz CC BY 4.0.

DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.21792953

Einzelne Fragen aus dem Bericht, kurz beantwortet