Warum politischer Druck jetzt wichtig ist

Einige Parteien planen, die einjährige steuerliche Haltefrist für Kryptowährungen abzuschaffen. Sollte diese Regelung umgesetzt werden, würden Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen künftig unabhängig von der Haltedauer mit einer Abgeltungssteuer besteuert werden – zusätzlich zum Solidaritätszuschlag.

Eine solche Änderung hätte weitreichende Folgen:

  • für private Sparer und Anleger,
  • für die Innovationskraft Deutschlands,
  • für den Finanz- und Technologiesektor,
  • sowie für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.

Aktuell gibt es innerhalb der politischen Parteien noch unterschiedliche Positionen zu diesem Thema. Genau deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden und den politischen Entscheidungsträgern deutlich zu machen, welche Folgen eine Abschaffung der Haltefrist hätte.

Was kannst du tun?

Der direkteste und wirkungsvollste Weg ist:

Kontaktiere deinen Bundestagsabgeordneten persönlich.

Eine höfliche und sachliche E-Mail kann einen echten Unterschied machen. Politiker reagieren deutlich stärker auf persönliche Zuschriften aus ihrem eigenen Wahlkreis als auf allgemeine Online-Kommentare oder Social-Media-Diskussionen.

So findest du deinen Bundestagsabgeordneten

Die E-Mail-Adressen der Bundestagsabgeordneten folgen in der Regel diesem Schema:

vorname.nachname@bundestag.de

Beispiel: lars.klingbeil@bundestag.de

Falls du nicht weißt, wer deinen Wahlkreis im Bundestag vertritt, kannst du dies auf https://bundestag.de/abgeordnete herausfinden – dort kannst du einfach nach deiner Postleitzahl suchen.

Finde deinen Bundestagsabgeordneten
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Formulierungshilfen für deine E-Mail

Die folgenden Textbausteine sollen dir helfen, deine persönliche Nachricht zu formulieren.

Wichtig:

  • Bleibe sachlich und höflich.
  • Persönliche Argumente wirken oft am stärksten.
  • Die Textbausteine sind nur Vorschläge. Passe diese auf dich an.

1. Freundlicher Einstieg

Variante 1

Sehr geehrte/r Frau/Herr [Name],
ich wende mich heute als Bürger Ihres Wahlkreises an Sie. Mit Sorge verfolge ich die Diskussionen über eine mögliche Abschaffung der steuerlichen Haltefrist für Kryptowährungen.

Variante 2

Sehr geehrte/r Frau/Herr [Name],
als langfristig orientierter Sparer und Anleger möchte ich Ihnen meine Bedenken bezüglich der geplanten Änderungen bei der Besteuerung von Kryptowährungen schildern.

Variante 3

Sehr geehrte/r Frau/Herr [Name],
ich bitte Sie, sich gegen die Abschaffung der steuerlichen Haltefrist für Bitcoin und andere Kryptowährungen einzusetzen.

2. Persönliche Betroffenheit

Für langfristige Bitcoin-Sparer

Viele Menschen nutzen Bitcoin heute nicht zur Spekulation, sondern als langfristigen Sparplan und zur privaten Vermögensbildung. Von einer Abschaffung der Haltefrist wären insbesondere kleine und regelmäßige Sparer betroffen.

Für junge Menschen

Gerade junge Menschen nutzen Bitcoin zunehmend als langfristige Form der privaten Vorsorge. Eine zusätzliche steuerliche Belastung würde insbesondere jüngere Generationen treffen, die ohnehin bereits mit steigenden Lebenshaltungskosten und Unsicherheit bei der Altersvorsorge konfrontiert sind.

Für Familien und Privatpersonen

Die bestehende Haltefrist schafft einen Anreiz für langfristiges und verantwortungsbewusstes Investieren. Ihre Abschaffung würde viele private Anleger finanziell belasten und langfristige Planung erschweren.

3. Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland

Variante 1

Deutschland sollte innovative Technologien und digitale Finanzmärkte fördern, statt zusätzliche Hürden aufzubauen. Eine Verschärfung der Besteuerung könnte Unternehmen, Startups und Investoren ins Ausland treiben.

Variante 2

Bitcoin und Kryptowährungen sind Teil eines wachsenden internationalen Technologiesektors. Deutschland läuft Gefahr, bei Innovationen und digitalen Finanztechnologien weiter zurückzufallen.

Variante 3

Statt neue steuerliche Belastungen einzuführen, sollte Deutschland attraktive regulatorische Rahmenbedingungen schaffen, um Innovation, Investitionen und technologische Entwicklung im Land zu fördern.

4. Vergleich mit Österreich

Variante 1

Auch in Österreich wurden ähnliche steuerliche Änderungen eingeführt. Die tatsächlichen Steuereinnahmen blieben Berichten zufolge jedoch deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.

Variante 2

Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass höhere steuerliche Belastungen im Kryptobereich nicht automatisch zu höheren Steuereinnahmen führen. Häufig verlagern Investoren und Unternehmen ihre Aktivitäten schlicht in andere Länder.

Variante 3

Der internationale Wettbewerb um innovative Unternehmen und Investoren nimmt zu. Deutschland sollte vermeiden, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Kapital, Talente und Unternehmen ins Ausland abwandern lassen.

5. Probleme bei der Nutzung von Bitcoin als Zahlungsmittel

Variante 1

Sollte jede einzelne Zahlung mit Bitcoin steuerlich relevant werden, würde dies die praktische Nutzung von Bitcoin im Alltag erheblich erschweren.

Variante 2

Wenn bereits kleine Zahlungen mit Kryptowährungen jeweils steuerlich dokumentiert und berechnet werden müssen, entsteht ein erheblicher bürokratischer Aufwand für Bürger und Unternehmen.

Variante 3

Die Abschaffung der Haltefrist würde die Nutzung von Bitcoin als Zahlungsmittel faktisch unattraktiv machen, da jede Transaktion potenziell steuerliche Konsequenzen hätte.

6. Bürokratie und Belastung für Unternehmen

Variante 1

Eine komplexere Besteuerung würde nicht nur Bürger treffen, sondern auch Banken, Broker und Handelsplattformen mit erheblichen zusätzlichen Dokumentations- und Verwaltungspflichten belasten.

Variante 2

Die technische und steuerliche Erfassung sämtlicher Kryptotransaktionen würde hohe Kosten und erheblichen bürokratischen Aufwand verursachen – sowohl für Unternehmen als auch für die Finanzverwaltung selbst.

Variante 3

Besonders kleinere Unternehmen und Startups würden durch zusätzliche regulatorische Anforderungen unverhältnismäßig belastet.

7. Persönliches Risiko von Anlegern

Variante 1

Investitionen in Bitcoin und andere Kryptowährungen sind bereits heute mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger investieren ihr bereits versteuertes Einkommen und tragen sämtliche Kursrisiken selbst.

Variante 2

Gerade bei hochvolatilen Anlageformen tragen private Investoren ein hohes Verlustrisiko. Dass im Erfolgsfall zusätzlich ein erheblicher Anteil der Gewinne besteuert werden soll, empfinden viele Bürger als unfair.

8. Abschließender Appell

Variante 1

Ich bitte Sie daher, sich innerhalb Ihrer Fraktion und im Deutschen Bundestag für den Erhalt der steuerlichen Haltefrist einzusetzen.

Variante 2

Bitte helfen Sie mit, Deutschland als innovationsfreundlichen Standort für digitale Technologien und langfristige Investitionen attraktiv zu halten.

Variante 3

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die Anliegen der betroffenen Bürger und Anleger in die politischen Diskussionen einbringen würden.

Jede Stimme zählt

Jede persönliche Nachricht an einen Bundestagsabgeordneten erhöht den politischen Druck und zeigt, dass viele Bürger von den geplanten Änderungen betroffen wären. Je mehr Menschen sich sachlich und konstruktiv an der Debatte beteiligen, desto größer ist die Chance, die bestehende Haltefrist zu erhalten.

Werde aktiv – jetzt.