Bundesblock veröffentlicht Positionspapier: Gemeinsam für den Erhalt der Haltefrist
Der Blockchain Bundesverband spricht sich für den Erhalt der steuerlichen Haltefrist aus und fordert Rechtssicherheit für Anleger, Unternehmen und den Standort Deutschland.
Die Diskussion über die steuerliche Zukunft von Bitcoin und Kryptowerten gewinnt weiter an Bedeutung.
Nachdem sich bereits zahlreiche Unternehmen, Verbände, Steuerexperten und Vertreter der Krypto-Community für den Erhalt der bestehenden Haltefrist ausgesprochen haben, hat nun auch der Blockchain Bundesverband e.V. (Bundesblock) ein umfassendes Positionspapier zur Besteuerung von Kryptowerten veröffentlicht.
Die Kernaussage ist eindeutig:
Deutschland sollte die bestehende Haltefrist beibehalten und sich statt neuer Steuern auf Rechtssicherheit und praktikable Regelungen konzentrieren.
Diese Position deckt sich mit den Zielen der Initiative ProHaltefrist, die mittlerweile von zahlreichen Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen aus der deutschen Bitcoin- und Krypto-Community unterstützt wird.
Ein starkes Signal aus der Blockchain-Branche
Der Bundesblock ist die Interessenvertretung zahlreicher Unternehmen aus der Blockchain- und Kryptoindustrie.
Zu seinen Mitgliedern zählen Unternehmen aus den Bereichen:
- Blockchain-Technologie
- Kryptodienstleistungen
- Tokenisierung
- Web3
- DeFi
- digitale Finanzmärkte
Mit seinem neuen Positionspapier macht der Verband deutlich, dass die Diskussion um die Haltefrist nicht nur private Anleger betrifft.
Auch Unternehmen benötigen verlässliche steuerliche Rahmenbedingungen, wenn Deutschland als Innovations- und Wirtschaftsstandort attraktiv bleiben soll.
Erhalt der Haltefrist statt neuer Belastungen
Im Mittelpunkt des Positionspapiers steht die Forderung, die bestehende einjährige Haltefrist für private Veräußerungsgeschäfte beizubehalten.
Nach Auffassung des Bundesblocks hat sich das bestehende System bewährt:
- Kurzfristige Gewinne werden bereits heute besteuert.
- Langfristiges Sparen und Investieren wird gefördert.
- Gleichzeitig bleibt Deutschland im internationalen Wettbewerb attraktiv.
Eine Abschaffung der Haltefrist würde dagegen nicht nur private Anleger treffen, sondern könnte auch den Blockchain-Standort Deutschland schwächen.
Rechtssicherheit statt immer neuer Regeln
Neben der Haltefrist beschäftigt sich das Positionspapier mit zahlreichen steuerlichen Fragestellungen, die durch neue Blockchain-Technologien entstehen.
Der Bundesblock fordert unter anderem klare Regelungen für:
- Staking und Lending
- DeFi-Anwendungen
- Wallet-interne Transfers
- Lightning-Micropayments
- Token-Migrationen
- KI-gestützte Zahlungssysteme
- Machine-to-Machine-Payments
Das gemeinsame Ziel lautet:
Steuerrecht soll Innovation ermöglichen – nicht ausbremsen.
Erst Daten auswerten – dann über Reformen entscheiden
Ein weiterer zentraler Punkt des Positionspapiers:
Der Bundesblock spricht sich gegen vorschnelle Änderungen der Besteuerung aus.
Mit den europäischen Meldepflichten aus DAC8 und CARF erhält die Finanzverwaltung künftig deutlich bessere Informationen über Kryptotransaktionen.
Deshalb sollte zunächst ausgewertet werden,
- wie hoch das tatsächliche Steueraufkommen ist,
- wie sich die neuen Meldepflichten auswirken,
- und ob überhaupt weiterer Handlungsbedarf besteht.
Eine grundlegende Reform ohne belastbare Daten hält der Verband für den falschen Weg.
Immer mehr Stimmen sprechen sich für den Erhalt der Haltefrist aus
Das Positionspapier zeigt deutlich:
Der Erhalt der Haltefrist ist längst nicht mehr nur ein Anliegen einzelner Anleger.
Unterstützung kommt inzwischen aus vielen Bereichen der deutschen Bitcoin- und Krypto-Community:
- private Anleger
- Bitcoin- und Kryptounternehmen
- Steuerexperten
- Wirtschaftsverbände
- Branchenorganisationen
- Entwickler und Unternehmer
Alle verfolgen dasselbe Ziel:
Deutschland soll ein attraktiver Standort für langfristige Investitionen, Innovationen und digitale Vermögenswerte bleiben.
Gemeinsam für Rechtssicherheit und einen starken Standort
Es zeigt, dass sich immer mehr Akteure mit unterschiedlichen Erfahrungen und Blickwinkeln für verlässliche steuerliche Rahmenbedingungen einsetzen.
Der Erhalt der Haltefrist ist dabei kein Selbstzweck.
Er steht für:
- Vertrauensschutz,
- langfristigen Vermögensaufbau,
- Investitionssicherheit,
- Innovationsförderung,
- und einen wettbewerbsfähigen Blockchain- und Krypto-Standort Deutschland.
Je mehr Stimmen sich gemeinsam für diese Ziele einsetzen, desto deutlicher wird:
Die Haltefrist ist nicht nur für Anleger wichtig. Sie ist ein Baustein für die Zukunft des Blockchain- und Krypto-Standorts Deutschland.
Weiterführende Informationen
- 📄 Positionspapier des Blockchain Bundesverbandes e.V. (Bundesblock): Besteuerung von Kryptowerten in Deutschland – Standortvorteil sichern, Vollzug stärken, Innovationsfähigkeit erhalten (06.07.2026)
- 📰 Blocktrainer: Bundesblock veröffentlicht Positionspapier zur geplanten Krypto-Steuer